Damaskus, finally

März 29, 2008

Hallo hallo,

Ich hab gerade gesehen, dass ich den letzten Eintrag ja mit der Ankuendigung beendet habe, mir ein neues Handy holen zu wollen - haengt damit zusammen, dass ich meins im Taxi vergessen habe, doofe Sache so, aber egal. Hab jetzt zumindest ne neue Nummer, aber alle deutschen Nummern sind weg. Wer mich kontaktieren will, darf das unter 00963-99-2782423 tun.

Endlich, nach drei Wochen, schaffe ich es jetzt auch mal einen Eintrag zu Damaskus zu schreiben. Also, wie schon gesagt, wir sind mit dem Zug von Aleppo runter nach Damaskus gefahren, weil das ja unser eigentliches Ziel war. Hier machen wir seit 3 Wochen einen Sprachkurs an einem privaten Institut, und wohnen in Familien - naja, nicht wirklich in der Familie, aber halt im selben Haus. Die Familien hier sind natuerlich darauf eingestellt, und betreiben das Beherbergen von europaeischen Studenten schon recht professionell, bei uns ist es so, dass eine Etage komplett vermietet ist an Studentinnen, also u.a. die Theresa und noch 2 Maedels aus unserem Kurs, sowie eine Englaenderin, die hier an der Uni ist. Ich habe unten ein Zimmer. Es hat also mehr Herbergencharakter als wirkliches Familienleben, ist aber super angenehm, die Zimmer sind zwar sehr sehr rudimentaer aber ich will da ja eigentlich eh nur schlafen. Der Sprachkurs geht hier immer von Sonntags bis Donnerstags, Freitags und Samstags ist frei. Wir fangen morgens um 9 an, muessen vorher etwa 20 Minuten mit so abgefahrenen Minibussen durch die Stadt gurken, schoen durch die versmogte Innenstadt. Sowieso hat Damaskus 2 riesen Probleme, zu viele Menschen die von a nach b wollen, und zu wenig gute Luft. Ich werde wohl erstmal ne Runde am Rhein spazieren gehen und ordentlich durchatmen, wenn ich wieder da bin. An den Freitagen machen wir immer so Ausfluege an alle wichtigen Sightseeing - Punkte hier, was auch immer ganz cool ist weil Omar, unser Reisefuehrer, einfach alles weiss und alles erklaeren kann, aber meist beschraenkt es sich dann doch auf Steine, die das Glueck hatten von Roemern, Kreuzrittern, Griechen oder Muslimen bearbeitet, verziert, und aufeinandergestapelt worden zu sein. Naechste Woche nehmen wir uns mal nen Tag frei und fahren an den Strand, wird sicher auch geil. Ansonsten laeuft hier halt auch langsam das Alltagsleben ab, obwohl ich echt dauernd noch neue Sachen sehe, mache, hoere, lerne… Super!

Jetzt geh ich erstmal schick und billig essen, macht es gut.

Syrien!

März 13, 2008

Hallo hallo hallo…

Wir sind nun also seid ein paar Tagen in Syrien, erstmal Sorry, dass ich mich nicht gemeldet habe. Werde diesen Eintrag auch erstmal kurz halten, da wir spaeter noch zu einem Vortrag gehen wollen, Thema Zusammenleben zwischen den Religionen oder so… Wird hoffentlich ganz gut. Aber von vorne…

Wir kamen per Zug problemlos bis in den Grenzbereich Tuerkei - Syrien, selten bin ich so komfortabel gereist. Wir hatten eine Doppelschlafkabine mit eigenem Waschbecken, Heizung, und und und, war wirklich kaum zu toppen fuer das Geld. Ausserdem hatten wir noch einen extra Schaffner nur fuer unseren Waggon, sprich fuer uns und die anderen beiden Deutschen, die auf dem Weg nach Aegypten waren und auch schon den Sprachkurs in Syrien gemacht hatten, Islamwissenschaftler unter sich quasi ;-)

Wir sind dann bis nach Osmaniye bei Adana gefahren, also doch nicht bis Gaziantep, weil uns der Privatschaffner geraten hat lieber dort auszusteigen und per Minibus und Taxi nach Aleppo zu reisen. Das ging erstaunlich einfach, wir wurden dann mit Hilfe der aufgeschrieben Wegbeschreibung von ein Dolmus, so heissen die kleinen Busse in der Tuerkei, ins naechste gesetzt und waren ruck-zuck in Kilis, dem letzten Ort vor der syrischen Grenze. Dort haben wir dann die reichen europaeer raushaengen lassen und uns im Taxi die rund 60 Kilometer ueber die Grenze nach Aleppo fahren lassen. Hatte den entscheidenenVorteil, dass der schleimige aber nette Taxifahrer das Reden an der Grenze uebernommen hat, und wir so in knapp 2 Stunden da waren, fuer syrisch-tuerkische Verhaeltnisse vermutlich eine Rekordzeit.

In Aleppo haben wir recht schnell ein Hotel gefunden, wo wir fuer 800 Pfund, sprich 11 Euro die Nacht untergekommen sind, fuer ein Doppelzimmer wohlgemerkt. Generell ist Syrien unfassbar billig, man kann locker fuer 5 Euro essen gehen, mit Vorspeise und Getraenken, Zigaretten kosten so knapp 60 cent pro Schachtel und der Liter Diesel liegt um die 3 Cent. Traumhafte Verhaeltisse also! Naja, zumindest lief uns recht schnell in eben jenem Hotel der Christian ueber den Weg, und wir haben festgestellt, dass er genau den gleichen Kurs macht wie wir, wie klein die Welt doch ist. Mit ihm haben wir uns dann noch Aleppo angeguckt und sind ein bisschen in Syrien “angekommen” bevor wir dann 2 Tage spaeter mit einen super Luxuszug erster Klasse nach Damaskus gefahren sind. Unterwegs gab es Mister Bean im Fernsehen und Kaffee und Tee, aber gut, bei 3 Euro pro Person fuer eine 5-stuendige Fahrt ist ein bisschen Service auch zu erwarten, hehe…

Mehr dann morgen. Ich muss jetzt erstmal los, neues Telefon besorgen. Haut rein.

Falsche Reihenfolge…

März 3, 2008

Habe leider die Beitraege in der falschen Reihenfolge gepostet. Also rechts auf “Syrienreise” klicken, und UNTEN anfangen.

Birinci Eintrag Teil 2

März 2, 2008

Naja, mit unseren Tickets und jeder Menge neu gewonnener Zuversicht, also nicht, dass die irgendwann mal weg gewesen waere, aber so schwarz auf weiss sieht das schon anders aus, sind wir in einem Kahn voller durchgeknallter Besiktasfans, vorbei an einer Demo der Kommunistischen Partei der Tuerkei wieder nach good old Europe geschippert, und haben erstmal im Gani Gani, dem besten Restaurant der Welt, dick gegessen und ueber lustige Sachen geredet. Danach haben wir noch Goekan, Selda, Handan und Niklas getroffen und ne Shisha geraucht bzw. nen Tee getrunken, all das in einem wirklich schoenen Teehaus, was uns nachher eine Rechnung von ueber 100 Lira praesentiert hat, inklusive 10 Lira “Matchgebuehr” weil wir ja das Derby im Fernsehen geschaut haben. Pro Person, versteht sich. Haha… Arschgeleckt. Naja, immerhin nur ein Drittel vom Eintrittspreis im Stadion. Das muessten die Wirte bei uns mal machen, da floegen die Tische.

Nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor dem Spiel, und deshalb werde ich hier auch mal aufhoeren mit berichten und die Tage mal wieder was reinschreiben. Wer mir Kommentare oder sonstwas schicken will oder einfach nur das Beduerfnis hat, uns zu sagen, wie geil wir sind, der kann das gerne unter dem Eintrag tun.

Ach ja, gerne wuerde ich ein paar Bilder anhaengen, aber leider hat die Kamerafrau das Kabel zu Hause liegen gelassen. Nicht etwa vergessen, nein, “ich dachte mir, wofuer brauch man das denn schon?”… Tja. Wir arbeiten aber dran.

Haut rein, und auch ein Gruss an Alle von der Teyze!

Birinci Eintrag Part 1

März 2, 2008

Merhaba,

Ich schreibe hier also jetzt meinen ersten Eintrag einer hoffentlich stets aktuellen Reiseberichtserie. Leider alles etwas kompliziert, da der Hoster meines Blogs inder Tuerkei ofefnsichtlich irgendwas Atatuerkfeindliches gesagt hat, oder der Republik sonstwie schadet, zumindest untterliegt er der uns Deutschen unbekannten Webzensur und ich muss ueber eine verschleiernde Webseite posten. Hoffentlich klappt das. Aber fangen wir mal vorne an…
Die ganze Reise ging schonmal chaotisch los. Ich sass gestern morgen in St. Goar im Zug, als die Durchsage kam, der Zug koenne erst in 5 Minuten weiterfahren, wegen eines SChadens durch umgefallene Baeume. Haha. 10 Minuten spaeter kam die Ansage, der Zug koenne nur bis Oberwesel weiterfahren, wegen eben derselben Baeume. Yeah! Also meine liebe Mama angerufen, ob sie mich nach Mainz fahren koennte. Konnte sie, oder vielmehr der liebe Ludger, der dann nebenbei auch noch bewiesen hat, dass der Berlingo doch mehr Sportwagenqualitaeten hat, als man es ihm so von aussen ansieht. Etwa eine Stunde und einen Stau spaeter waren wir dann schliesslich am Bahnhof, und Theresa, Jakob und Bella haben mich aufgesammelt und ab ging es Richtung Flughafen. Dort ging eigentlich alles recht zuegig, nur wollte der Singapur Airlines = Flug vor uns offensichtlich nicht so recht, und damit war unser Gate knapp eine Stunde laenger blockiert als geplant. Leicht verspaetet sind wir also nach einem recht entspannten Flug in Istanbul gelandet.

Nun sind wir ja alte Hasen, was den Moloch hier angeht, und so wussten wir auch an allen Taxifahrern mit Dollarzeichen in den Augen vorbeizugehen, und sind in die Hafif Metro, also die leichte Ubahn eingestiegen und zielstrebig in die Altstadt geduest. Ich hatte mir beim letzten mal schon ein Hostel ausgeguckt, welches ich mal ausprobieren wollte, und da wohnen wir nun auch, fuer unschlagbare 10 Euro pro Nacht inkl. Fruehstueck. Eigentlich ist das Ding auf Asiaten, vor allem Koreaner spezialisiert, und so sind hier alle Beschilderungen etc. auch auf Koreanisch, uebrigens auch der PC, aber das klappt sogar einigermassen. Danke Mama, dass ich grosse Teile meiner Kindheit vor dem Bildschirm verbracht habe, und nun alles blind bedienen kann!

Gestern haben wir dann nicht mehr viel gemacht, noch ein Feierabendbier, bisschen was essen, einmal ans Wasser, das wars. Die Nacht war ziemlich ruhig, aber warm, die Heizung hier laesst sich nicht ausstellen. Scheinbar moegen es die Asiaten warm… Wir wohnen zwar offiziell im Hostelbereich, mit Mehrbettzimmern und so, aber faktisch waren gestern noch 3 andere Gaeste da, heute haben wir beide sogar eine Etage alleine. Super Sache also, und die Duschen sind auch ganz brauchbar. Asiaten sind uebrigens ganz offensichtlich brauchbarere Mitbewohner als die Oestereicher vom letzten mal, fuer die, die die Story kennen.

Heute sind wir dann nach dem fuer Hostels wirklich guten Fruehstueck am Buffet hoch auf die Istiklal und Richtung Taksim, und es dauerte nicht besonders lange, bis wir festgestellt haben, dass heute irgendwas anders ist. Ja! Es war Derbytag, Galatasaray Istanbul gegen Besiktas Istanbul, im Inoenue Stadion direkt am Taksim. Nun ist der Tuerke an sich ja schon recht bekloppt, was seinen Verein angeht, aber wenn es dann auch noch gegen den Lokalrivalen von umme Ecke geht, gibt es quasi kein Halten mehr. So haben wir also mehr oder weniger den halben Tag mit Fangesaengen im Ohr und primaer schwarz weissen Gestalten im Blickfeld verbracht, rot gelb war erstaunlich selten anzutreffen. Wahrscheinlich wussten die Jungs und Maedels von Galatasaray einfach, dass sie eh nichts zu melden haben…

Nach ner Runde Windowshopping sind wir rueber nach Asien, genauer nach Haydarpasa gefahren. Dort ist ein riesen Bahnhof, von dem wir auch Richtung Damaskus aufbrechen werden. Nach ein bisschen hin und her, wie kann man eigentlich an einem Schalter fuer Internationale Bahntickets einen Heini beschaeftigen der kein Wort Englisch kann, sind wir nun stolze Besitzer von zwei Schlafwagentickets nach Gaziantep, Suedostanatolien. Kostenpunkt laecherliche 50 Lira pro Person, also rund 27 Euro… Dafuer kommt man bei der Bahn nichtmal von Mainz nach Koeln, und wir werden uns schoen 30 Stunden und ein paar tausend Kilometer durch die Gegend schaukeln lassen. Am Dienstag morgen geht es los, vermutlich fahren wir dann am Mittwoche direkt weiter nach Aleppo und machen uns da noch nen Lauen, bevor wir am Donnerstag nach Damaskus aufbrechen. Aber das schwebt alles noch so im Raum.

…sondern eine Kohlenstoffverbindung, genauer eine Hydroxylgruppe. Wobei Alkohol ja in der Regel nicht in purer Form genossen wird, sondern in Kombination mit diversen anderen Zutaten, und der größte Teil davon sollte im besten Fall Wasser sein - Dann ist es schon eine Lösung. Eine Standpunktfrage also. Das weiss ich, weil ich gestern genug Zeit hatte, unnütze Sachen im Internet zu recherchieren. Rosenmontag sei Dank, konnte ich mich nämlich für mehrere Stunden nicht aus dem Bett bewegen, bevor ich zu einem wirklich kläglichen Versuch, feste Nahrung zu mir zu nehmen, in die Küche aufgebrochen bin. Das war, abgesehen von dem ein oder anderen weiteren Küchen- und Badbesuch auch alles, was ich mir und meinen geschundenen Gliedern an Bewegung zumuten konnte… Deshalb auch heute nur ein Mini-Eintrag, weil ich gestern eigentlich einiges erledigen wollte, aber natürlich nichts gemacht habe. Also. Work hard, party hard.

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Gehabet euch wohl.

Nächstes mal ein längerer Eintrag. Obwohl. Liest ja eh keiner.

“Je schlauer, desto schlanker”. So lautet die simple Überschrift eines Artikels, welchen ich kürzlich bei Freenet einem Unterklassennachrichtenanbieter im Web gefunden habe. Darin wird eine von Horst Seehofer vorgestellte “Verbraucherstudie” dahingehend interpretiert, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Bildung und Körperbewusstsein gäbe. Eine These, die ich im folgenden anhand Alltagsbeispiele aus der Muckibude meiner Wahl widerlegen will. In eben jenem Studio wimmelt es naemlich nur so von mehr oder weniger adonismäßig getrimmten Hohlbrennern, und das, obwohl der Name der Studiokette bei einer weltweit agierenden Fastfoodmafia gestohlen wurde.

Aber zum wesentlichen: Ich habe einige Beobachtungen zusammengetragen, die den geneigten Leser von meiner Sicht der Lage ueberzeugen werden:

  • Der durchschnittliche Besucher dieses Studios würde die Aussage “Mein Koerper ist das wertvollste fuer mich” locker unterschreiben (Wahlweise auch drei X machen), was allerdings einzig damit zu begründen ist, dass es mit dem Geiste eh nicht so besonders weit her ist. Diese Einstellung vermag er gekonnt durch das tragen von zu kleinen Unterhemden in Szene zu setzen, die Prachtstücke sind zusätzlich noch mit chinesischen Zeichen und/oder dem Namen irgendeiner Geliebten verziert, gut sichtbar natürlich. Dabei scheint die tatsächlich vorhandene Muskelmasse keine grosse Rolle zu spielen, es zählt vielmehr das subjektive Empfinden, der absolute Brecher zu sein.
  • Des weiteren kommt er mit gefühlten 20 Vokabeln aus, und da sind die Grunzlautabstufungen (von “Scheisse, zu viel Gewicht” bis “Boah, die neue Trainerin…”) schon mit eingerechnet.
  • Wechselt dieser Besucher dann nach dem 18. Satz mal von der Flachbank zur Bizepsmaschine, muss er das ja leider zu Fuß tun - der 3er BWM vor der Tür verfuegt zwar über getönte Scheiben, Fake-Quattro-Auspuffrohre und allerlei technischen Schnickschnack, aber durch die Studiotür passt er leider nicht. Dabei gilt es zu beachten, das der Winkel zwischen Rumpf und Armen 70 Grad nicht unterschreitet, und die Schultern sollten bei jedem Schritt rythmisch-betont nach vorne Wippen, im Endeffekt also in etwa so wie ein Dr.House auf dem Weg in sein Büro, nur ohne Stock, schneller, und mit Rasierklingen unter den Achseln.
  • Wie oben schon erwähnt, sollte sich der “Trainingsplan” auf eine Bizeps - und eine Brustübung beschränken, Stichwort: Discopumper. Diese Übung sollte man aber nach der Durchführung möglichst ausführlich mit seinen Freunden besprechen, und je nach Gewicht kann man sich auch etwas feiern lassen. Beim Bestücken der Stangen mit Gewichtsscheiben ist peinlichst darauf zu achten, dass jeder mitbekommt, dass man jetzt schon X Kilo drückt.
  • Trotz dem eher geringen Umfang des Trainingsplans gilt es, möglichts lange an den Bänken zu bleiben und diese zu blockieren. Dazu hat man verschiedene Möglichkeiten: Am beliebtesten ist wohl das merhminütige Selbstbetrachten im Spiegel, nach jedem Satz. Auf Platz zwei kommt das zutexten des Trainers, besser: der Trainerin. Sollte selbst das nicht klappen, hat man ja noch sein teures Mobiltelefon, und kann wichtige Gespräche führen; hierbei sollte man sich unbedingt mit “Ich bin grad Studio” melden um den sicheren Einstieg in die Unterhaltung zu finden.
  • Nochmal zum Thema Sprache: Wie man in obigem Beispiel sieht, gilt es auf Präpositionen generell, und weiter auf moeglichst viele mehrsilbige Worte zu verzichten. Dabei spielt auch die Muttersprache oder Nationalität keine Rolle, hauptsache man schindet Eindruck bei der Bospurusconnection, die gerade mit Posen oder Trainer zuquatschen beschaeftigt ist und so sicher 1-2 der eigenen Gesprächsbrocken aufschnappt.
  • Ist man dann fertig mit dem Training, gilt es nach Manier des schnellen, rasierklingenbestueckten, stocklosen Dr. House in die Umkleidekabine zu stolzieren. Der unwissende Leser würde vermuten, dass sich der Besucher dann umzieht, aber weit gefehlt: es reicht vollkommen, die weissen Nike Shox gegen die schwarzen zu tauschen, sich noch einen Proteinshake am Automaten zu ziehen, die Lederjacke an, Bauchtasche nicht vergessen, und dann in bewährter Manier zum Schnickschnackbmw zu marschieren - Verabschiedung mit Handschlag und/oder Bruderkuss bei etwa 75% der Studiobesucher und dem Trainer natürlich inbegriffen.
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    Aber dennoch, der unglaubliche Charme, diese Ghettoromantik, der Geruch nach Schweiss, gefaelschtem Calvin Klein und Nestle, all das macht es zu einem Liebenswerten Ort. Soviel Dazu.

    Naechstes Mal vielleicht: Warum Harry Potter - Darsteller Paula Radcliff wieder Solo ist, und warum das mehr Leute interessiert als das hessliche Wahlergebnis von letzem Wochenende.

    Tag,

    Eine Erklärung, wer Jerome Kerviel ist, ist wohl überflüssig. Was hat aber Robin Hood damit zu tun? Ganz einfach, Robin Hood war lange genug der König der Diebe, jetzt ist es Jerome Kerviel! Wer es schafft, 4,9 Milliarden Euro erst zu stehlen und dann unter den Armen Aktienhändlern zu verteilen, hat den Titel mehr als verdient. Nur verständlich, dass so ein Volksheld, der sich gegen die scheinbar unbesiegbare Übermacht aus Wirtschaft und Politik auflehnt, vorerst untertaucht, schließlich ist ihm der Sherrif von Nottingham Staatsanwalt Jean-Michel Aldebert dicht auf den heroischen Fersen. Bisher haben nur wenige erkannt, mit was für einem Gutmensch die Medien hier seit Tagen auf der Suche nach einer Sensationsschlagzeile ihr falsches Spiel treiben, aber ich bin sicher, dass sich das rasch ändern wird wenn den Menschen erstmal bewusst wird, wie vielen notleidenden, kokainsüchtigen, 80-wochenstunden-arbeitenden Bankerbleichgesichtern er damit zu einem verspäteten Weihnachtsgeld verholfen hat. Die 4,9 Milliarden müssen ja auch irgendwo hingeflossen sein. Hoffen wir nur, dass Monsieur Kerviel nicht vorher dingfest gemacht wird, aber er wird sich den Weg vermutlich ähnlich souverän mit Pfeil und Bogen freischießen.

    Aus noch geheimer Quelle habe ich auch erfahren, dass Kevin Costner bereits angefragt hat, wann es denn zur Verfilmung kommt und er die Strumpfhosen gegen den schicken Nadelstreifen tauschen kann…

    Jerome Hood

    Soviel dazu.

    Nächstes mal: Warum Roland Koch eigentlich der bessere Che Guevara ist.